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Bespannung einer Djembe

Die Bespannung einer Djembe


Die Bespannung einer heutigen Djembe besteht hauptsächlich aus drei Elementen: das Fell, die Ringe und die Schnüre.
Die ersten Djemben waren aus einem einfach behauenen Holzkörper (man munkelt es handelte sich dabei zuerst um einfache Stampfmörser) und einem mit Fellschnüren aufgespannten Antilopenfell gefertigt worden. Da es nun immer weniger Antilopen, aber immer mehr Trommler gibt, ist man auf das Ziegenfell umgeschwenkt, welches dem Antilopenfell in Art, Weise und Klang doch sehr ähnelt. Zusätzlich sind irgendwann auch noch die Ringe, welche das Fell besser festhalten als einfache Fellschnüre, hinzugekommen.

Das Fell


Wie schon erwähnt, werden die meisten Djemben mit einem Ziegenfell gebaut. Aber es gibt auch welche mit Kuhfell, Hirschfell oder gar experimentellen Schlagflächen auch Stoff oder Synthetik.

Das jeweilig aufgespannte Fell muss zum Korpus und dem gewünschten Klangbild passen, damit beide Teile gut miteinander harmonieren. Ein dickeres Fell erzeugt vermehrt tiefe Schwingungen und passt besonders gut zu großen bauchigen Trommeln und ein dünneres Fell passt eher zu kleineren schlanken Trommeln.


Das „Problem“ beim Fell ist, dass es ein Fell ist. Da sind nämlich vor der Verarbeitung noch Haare dran! Und die müssen bei der klassischen Djembe ab, denn man spielt nicht auf dem Fell, sondern auf der nackten Haut. Nur wie bekommt man die Haare ab? Grundsätzlich gibt es zwei Methoden. Die schlechtere Methode ist die chemische Enthaarung. In diesem Fall wird das Fell, bevor es auf die Trommel gespannt wird, in eine chemische Lösung gelegt, in der die Haare aufgelöst werden und das Fell gebleicht wird. Leider wird dadurch auch die oberste Hautschicht des Fells angegriffen und aufgeweicht. Dies beeinflusst den Klang negativ. Die besser Methode ist die Rasur. Dass Fell wird vor der Verarbeitung getrocknet und mit Schnüren aufgespannt und gestreckt. Sobald es trocken ist, kann es rasiert werden. Dadurch bleibt die oberste Hautschicht gut erhalten und der Klang des Fells ist schön knackig. Dann erst wird das Fell auf die Djembe gespannt. Es gibt auch die Möglichkeit, das Fell mit Haaren auf die Djembe zu spannen und dann nur die reine Spielfläche zu rasieren. So erhält man einen schönen Fellrand rund um die Spielfläche der Djembe.


Das Fell sollte mit dem Rücken der Ziege (erkennt man gut als Streifen) mittig auf die Spielfläche gespannt sein. So klingt die Djembe ausgewogen und das Fell hält schön lange weil sich der Druck besser verteilen kann. Außerdem sollte es keine Löcher oder Risse aufweisen, weil sonst der gute Klang verloren geht und das Fell dass sowieso bald reißt. Kleinere Unebenheiten auf dem Fell sind meistens nicht so schlimm. Oft verletzen sich Ziegen. Solange das Gewebe gut und gleichmäßig vernarbt ist, stellt dies keinen Mangel dar.

Die Ringe


Damit das Fell gut festhält und sich der Druck der Bespannung gleichmäßig verteilt, wird das Fell im Normalfall zwischen zwei Eisenringe geklemmt. Diese sieht man auf den ersten Blick gar nicht. Bei größeren Trommeln gibt es auch eine 3-Ring-Spanntechnik. Auf den zweiten Blick aber entdeckt man doch einen der Ringe. An ihm sind die oberen Schlaufen für die Schnurbespannung angebracht. Der innere Ring liegt darunter und sollte etwas größer sein, als der Äußere, damit beide gut aufeinander aufliegen.

Die beiden Ringe sollten gleichmäßig rund sein und die selbe Form wie der Korpus haben. Zwischen den Ringen und dem Korpus muss noch Platz bleiben, denn über die Ringe wird das Fell ja nach unten gezogen. Wenn dort kein Platz ist, kann das Fell nicht mehr gespannt werden. Der Abstand zwischen Ringen und Korpus sollte an jeder Stelle gleich sein. Oftmals ist der äußere Ring zur Verschönerung und zum Schutz vor Feuchtigkeit mit einem dekorativen afrikanischen Stoff umwickelt.

 

Und dann gibt es noch einen Ring. Er befindet sich genau unter dem Kessel und oberhalb des Fußes. Auch er ist zumeist mit Stoff umwickelt und trägt Schlaufen. Es sollten genauso viele Schlaufen wie beim oberen Ring sein, denn er ist das Gegenstück, durch welches überhaupt erst Druck auf das Fell gebracht werden kann.

 

Die Schnüre


Durch die Schlaufen des oberen und des unteren Ringes werden vertikale Schnüre gezogen. Durch sie wird das Fell gespannt. Die Schlaufen an den Ringen werden auch aus einer Schnur geknüpft. Die Bespannung besteht aus den Schlaufen und den Spannschnüren, den vertikalen Spannschnüren sowie den horizontal verlaufenden Schnüren, die der Stimmung dienen (dazu später mehr).

Die Qualität der Schnur ist sehr wichtig, denn sie muss sehr viel Druck aushalten. Auf dem voll gespannten Fell lasten in der Summe mehrer Tonnen Druck, die sich auf die einzelnen Schnüre verteilen. Deshalb werden mittlerweile bei besseren Djemben auch Schnüre aus dem alpinen Klettersport verwendet. Diese sind sehr langzeitstabil und zuverlässig belastbar. Gute Schnüre sind aus mehreren dünneren Schnüren zusammengewebt und haben einen Durchmesser von 5 bis 6 mm. Billige Schnüre aus anderen Materialien (z.B. PVC), wie sie von vielen asiatischen Importeuren verwendet werden, sind dünner geben schnell nach und halten dem Druck nicht lange stand. Entweder lässt die Spannung regelmäßig nach, man muss also ständig nachspannen oder sie reißen komplett. An der Qualität der Schnur sollte keinesfalls gespart werden.

Wie viel Schnur muss sein? Je nach Durchmesser und Qualität der Djembe haben die Ringe 20 bis 35 Schlaufen, durch die jeweils die Schnur aufwärts und dann abwärts läuft. Die Schnur sollte übrigens für die ganze Vertikalbespannung aus einem Stück sein. Eine Daumenregel für den Abstand der Schlaufen am oberen Ring ist genau ein solcher (daumenbreiter) Abstand der einzelnen Schlaufen. Je mehr Schlaufen der Ring hat, desto enger müssen sie natürlich beieinandersein. Je mehr desto besser, solange noch genug Platz ist. Denn je mehr vertikale Schnüre die Djembe hat, desto besser verteilt sich der Druck auf das Fell und desto leichter und präziser lässt sie sich stimmen. 

 

 

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Euer Robert

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